Der ehemalige Leistungsträger wird ab der Saison 2019/20 als Spieler und Co-
Trainer zurückkehren. Zudem verlängert der Sportverein die erfolgreiche
Zusammenarbeit mit Coach Alexander Sommer um eine weitere Saison.

 

Seit Mittwochabend, 13. Februar, sind die Verträge unterschrieben:
Nach vier Jahren wird Alex Rott in der nächsten Saison wieder für den SV Kelheimwinzer
auflaufen. Der 30-Jährige wird außerdem Co-Trainer von Alexander Sommer. „Ich freue
mich, dass wir schon jetzt ein hochmotiviertes Gespann für die kommende Saison
gefunden haben“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Matthias Ilnseher.
Die Erfahrung von Alex Rott und Alex Sommer – beide ehemalige Landesligaspieler – ist
ein enormer Zugewinn für die vielen jungen Spieler. „Damit sind wir für die nächste Saison
schon jetzt gut aufgestellt“, freut sich auch Abteilungsleiter Gerhard Ilnseher.

„Kelheimwinzer ist mein Herzens- und Heimatverein. Ich bin glücklich, ab der
kommenden Saison wieder hier zu spielen, zu trainieren und Teil zweier
topmotivierter, ehrgeiziger Mannschaften zu sein.“ Alexander Rott

Über 100 Spiele in fünf Jahren

Seine erste Saison bei den Senioren in Kelheimwinzer spielte Alex Rott im Jahr 2010. Das
folgende Jahr war er maßgeblich am Aufstieg von der A-Klasse in die Kreisklasse beteiligt.
Den ganz großen Coup, den Sprung in die Kreisliga, verpasste Rott mit dem SV
Kelheimwinzer 2014 haarscharf.
Von 2010 bis 2015 erzielte Alex Rott in 115 Spielen für den SV Kelheimwinzer 51 Tore.
Seit 2015 läuft der Offensivakteur beim ATSV Kelheim auf, in diesem Jahr sogar als
Kapitän.

Klassenerhalt fest im Visier

Mit der Verpflichtung von Alexander Rott unterstreicht der SV Kelheimwinzer seine
Ambitionen, auch in der kommenden Saison in der Kreisklasse zu spielen. „Für den
Klassenerhalt müssen wir aber noch viel investieren“, weiß Abteilungsleiter Ilnseher. Mit 21
Punkten liegt die erste Mannschaft vor dem Frühjahrsstart auf Platz acht, drei Punkte vor
einem Relegationsplatz.

Eine langjährige Herausforderung begleitet den SV Kelheimwinzer

Der Abstieg aus der Kreisklasse im Jahr 2017 war für den Sportverein ein Tiefschlag und
zugleich ein Neuanfang: Viele junge Spieler sind nach Kelheimwinzer gewechselt.
Seitdem sind fast in jedem Training über 20 Leute. „Wir leben eben für Zusammenhalt,
Teamgeist und eine tolle Gemeinschaft“, nennt Matthias Ilnseher die Gründe.
Das Problem an der eigentlichen komfortablen Situation: Seit Vereinsgründung gibt es in
Kelheimwinzer nur einen Fußballplatz. Neben den beiden Seniorenteams trainieren und
spielen hier sechs Jugendteams. Etwa 130 Spieler sind pro Woche mehrmals auf dem
Rasen.
„In der kommenden Saison kalkulieren wir alleine für die erste und zweite Mannschaft mit
über 40 Spielern“, rechnet Gerhard Ilnseher vor, „viele stoßen aus der Jugend dazu“.
Auch aus diesem Grund hat der SV Kelheimwinzer die Entscheidung des Stadtrats gegen
einen Kunstrasenplatz mit großem Entsetzen zur Kenntnis genommen. Trotz allem
respektiert der SV Kelheimwinzer die Entscheidung der Politik.

„Es geht darum, einen Bedarf, eine Notwendigkeit zu decken. Aus Sicht des SV
Kelheimwinzer wurde hier eine große Chance vertan. Uns ist sehr wohl bewusst,
dass keiner der zur Wahl stehenden Standorte ausschließlich Vorteile auf sich
vereinen konnte. Ein Projekt kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn über
manche Schwachstellen hinweggesehen wird und die praktikabelste Lösung
gefunden wird.
So ist Ihre (die des Stadtrates, Anm. SVK) Entscheidung für all jene Kelheimer, die
den Sport im Herzen tragen, ein Schlag ins Gesicht.“ Auszug aus dem Brief an den Stadtrat

Ausdrücklich kein Angriff auf die Sportstadt Kelheim

Abteilungsleiter Gerhard Ilnseher und die gesamte Vorstandschaft hoffen nach wie vor auf
Unterstützung der Stadt Kelheim. „Wir benötigen schon seit Jahren zumindest eine zweite
Trainingsfläche. Durch die hohe Anzahl der Spieler wird unsere eigentliche Luxus-Situation
immer mehr zur Herausforderung“, erklärt Matthias Ilnseher. Für die Verantwortlichen des
SV Kelheimwinzer steht dennoch fest: „Als Sportverein wollen und werden wir niemandem
verbieten, bei uns zu spielen.“